Chronik

1932 - 1978

1932/33

Bau der Untersteiner Kirche.

1945
Die Expositur Unterstein (seit 1918) wird Pfarrei

1946

Am Dürreck entsteht ein Werkschulheim

1946/48

Neubau der Gemeindeverwaltung Schönau mit zwei Schulräumen.

1948
Anlegung des Bergfriedhofs auf dem Gelände des ehemaligen Schlosses Lustheim.

1949

Erste Omnibuslinie in Schönau (Anton Irlinger).
Anpachtung des Schornwelhers durch die Gemeinde Schönau zur Weiterführung als Badeanstalt.

1952/53
Bau der Jennerbahn.

1953

Anlegung des Soldatenfriedhofs (Kriegergedächnisstätte).
Jugenddorf Christophorusschule übernimmt das Werkschulheim Dürreck.

1960

Einführung der gemeindlichen Müllabfuhr in Schönau. - Bau einer Natureisrodelbahn am Königssee. - Schulhausbau (Erweiterung) in Königssee.

1960/61

Schulhauserweiterung in Schönau.

1963

Beginn der Kanalisation in Schönau

1964
Beginn der Kanalisation in Königssee.

1965

Bau einer allgemeinen Wasserleitung in Königssee. - Letzte Bahnfahrt zum Königssee.

1969

Bau der ersten Kunsteisbahn der Welt für Bob und Rodel am Königssee.

1969/70

Die beiden Gemeinden Schönau und Königssee errichten am Schneewinkl einen Sportplatz.

1976

Die beiden Gemeinden Schönau und Königssee errichten gemeinsam einen Kindergarten in Unterstein.

1978

Schaffung des Nationalparks Königssee.

1805 - 1929

1805

In Schönau und Königssee leben 84 Holzwarenhersteller und Drechsler, 69 Schachtelmacher, 14 Schnitzer, 5 Schachtelmaler und 8 Schäffel- und Löffelmacher. Schönau und Königssee zählten zu der Zeit 159 landwirtschaftliche Anwesen

1805-1809

Salzburg und Berchtesgaden gelangen an das Kaiserreich Österreich

1807
Kaiser Franz 1. von Österreich besucht Berchtesgaden

1809

Die Pinzgauer besetzen vom Hirschbichlpaß her Berchtesgaden

1809/10

Das Berchtesgadener und das Salzburger Land unter französischer Militärverwaltung

1810

Berchtesgaden wird dem Königreich Bayern einverleibt.

1811

Der bayerische König Max Joseph 1. weilt erstmals in Berchtesgaden und am Königssee

1817

Erbauung der Soleleitung von Berchtesgaden nach Reichenhall. Bildung der 9 Berchtesgadener Gemeinden. Aus der Gnotschaft Schönau werden 2 Gemeinden gebildet: Gemeinde Schönau mit 781 Einwohnern in 98 Häusern, Gemeinde Königssee mit 485 Einwohnern in 71 Häusern

1822

Anton Adner aus der Schönau stirbt 117-jährig.

In Unterstein wird ein Schulhaus für Schönau und Königssee errichtet.

1834

Der Königssee wird der Gemeinde Königssee zum Kauf angeboten

1847

Errichtung einer Marmorsäge in Unterstein

1855

Bau der Graf-Arco-Kirche in Unterstein

1861

Errichtung eines Kalkbrennofens beim Lukaslehen

1878

Die Gemeinde Schönau kauft das Hanauerbadhäusl als Armenhaus

1880 ff.

Das Meininger Herzogpaar in der Saletalm

1881

Johann Grill, der "Kederbacher" aus der Ramsau, bezwingt die Watzmann-Ostwand

1883-1885

Ludwig Ganghofer wohnt beim Schiffmeister in der Villa Moderegger und schreibt an seinen sieben Berchtesgadener Romanen

1886 ff.

Prinzregent Luitpold von Bayern weilt alljährlich als Jagdherr am Königssee (bis 1912)

1888

In Schönau gibt es noch 21 Schachtelmacher, 1 Schäffler, 10 Drechsler und 4 Schnitzer, in Königssee 28 Schachtelmacher, 8 Drechsler und 5 Schnitzer. Eröffnung der Bahnlinie Bad Reichenhal-Berchtesgaden

1899 ff.

Max Reger komponiert im Schneewinkllehen in Königssee

Errichtung der ersten Posthilfsstelle in Königssee

1900

Erste Posthilfsstelle in Schönau im Gasthaus Kohlhiasl.

Inbetriebnahme der Motorpostlinie Berchtesgaden-Königssee

1909

Eröffnung der Bahnlinie Berchtesgaden-Königssee

Beginn der Elektroboot-Schifffahrt auf dem Königssee

Schulhausbau in Königssee

1910

Der Königssee und die ihn unmittelbar umgebenden Berge werden zum "Pflanzenschonbezirk Königssee" erklärt

1910/11

Erste gemeindliche Wasserleitung in Schönau

1918

Der Dichter und Schriftsteller Richard Voß stirbt 67-jährig in Königssee

1921

Das Gebiet um den Königssee wird Naturschutzgebiet ca. 20000 ha.

Die Gemeinde Königssee druckt Notgeld (10-, 20-, und 25-Pfg.-Scheine)

1929

1294 - 1805

1294

König Adolf von Nassau verleiht dem Augustiner Chorherrenstift die Blutgerichtsbarkeit, d.h. das Recht über Leben und Tod.

1377

Der Berchtesgadener Landbrief gibt den Bauern die Möglichkeit, die ungünstige Form des Freistifts (sie berechtigte den klösterlichen Grundherrn, den hörigen Bauern Grund und Boden am jährlichen Stiftstermin zu entziehen) das bessere Erbrecht käuflich anzubieten, so dass sie fortan von ihren Gütern "unvertrieben und unverstoßen bleiben, noch davon enterbt werden" konnten.

1385

Beginn der Erbrechtskäufe: Ausstellung der ersten Erbrechtsbriefe. Die Bauern werden dadurch zu Eigentümern ihrer Lehen; die grund- und leibherrlichen Abgaben, Dienstleistungen und die Leibeigenschaft aber bleiben weiterhin bestehen. Die nun erbeigentümlichen Lehen konnten fortan geteilt werden: Vorder-, Hinter-, Ober-, Mitter-, und Unter ... lehen.

1455

Papst Calixt 111. löst das Stift aus der Metropolltangewalt des Erzbischofs von Salzburg und unterstellt es auch in geistlichen Sachen der römischen Kurie.

1491

Der Berchtesgadener Propst wird erstmals vom Kaiser mit dem reichsfürstlichen Titel ("Fürstpropst") beehrt.

1506

Der "Fuchsbrief" regelt die Abgabenverpflichtungen der Untertanen und das Holzhandwerk und das Holzhandwerkswesen.

1508-1522

Unter der Regierung des Fürstpropstes Gregor Rainer erlebt die Fürstpropstel Berchtesgaden ihre zweite Blüte. Der Handel mit Holzschnitzwaren - vorwiegend gefertigt in Schönau und Königssee - entwickelt sich zu höchster Blüte mit Niederlagen in Antwerpen, Cadiz, Genua, Venedig und Nürnberg.

1517

Das Salzwerk am Petersberg (= heutiges Salzbergwerk) wird angeschlagen.

1535

Fürstpropst Wolfgang der erste Lenberger gibt den Holzhandwerkern (Drechslern, Löffel- und Spindelmachern) die erste Handwerksordnung.

1555

Gründung der Saline Frauenreuth

1596

In der Gnotschaft Schönau (mit Königssee) gibt es 48 Gadelmachermeister, 23 Gadelmachergesellen, 59 Drechslermeister, 17 Drechslergesellen, 11 Bindermeister und zwei Bindergesellen, d.h. 124 Holzhandwerksmeister von insgesamt 252 im ganzen Lande (= 49,2 %).

1627

Berchtesgadens Klage gegen Salzburg beim Reichshofrat: Das Urteil spricht die vollständige Reichsunmittelbarkeit der Fürstpropstei aus.

1666

Erste urkundliche Ewähnung des Weihnachtsschießens.

1697/98

Erweiterung und barocke Neugestaltung der Kirche St. Bartholomä.

1704

Die Fürstpropstel wird im spanischen Erbfolgekrieg von den Österreichern besetzt. Im Lande herrscht große Geldnot!

1732/33

Große Auswanderung der Protestanten aus den Gebieten des Fürsterzbistums Salzburg (30.000) und der Fürstpropste Berchtesgaden (1.000).

1780-1803

Die ersten Fremden, Gelehrte, Naturforscher, Künstler usw. kommen - angelockt von den Naturschönheiten - ins Berchtesgadener Land, insbesondere zum Königssee.

1797

Alexander von Humboldt weilt zum Forschungsauftrag in Berchtesgaden und am Königssee.

1800

Einmarsch der französischen Revolutionsarmee unter General Moreau. Moreau hält sich zur Jagd mehrmals am Königssee auf.

1803

Abdankung des letzten Fürstpropstes von Berchtesgaden. Ende des Reichsstifts ("Fürstpropste") Berchtesgaden. Österreichische Truppen besetzen das Land für den neuen Landesherrn Großherzog Ferdinand von Toskana.

1803-1805

Das Berchtesgadener Land fällt an das Kurfürstentum Salzburg.

Vor ca. 4000 Jahren

Vor ca. 4000 Jahren

Steingeräte (Lochäxte, Steinklinge, Schuhleistenkell) in Königssee - Schwöb, in der Buchenötz und in Oberschönau belegen eine - zumindest vorübergehende - Anwesenheit von Menschen in unserer heutigen Gemeinde.

788/790 n. Chr.

Das älteste Salzburger Güterverzeichnis ("Notitia Arnonis") weist die beiden Almen Gauzo (= Gotzenalm) und Ladusa (= Ahornalm, Roßfeld) als Schafweiden aus.

1101

Tod der Gräfin Irmgard von Sulzbach, Tochter des Pfalz Grafen Kuno von Rott. Sie gelobte die Gründung eines Stifts für Regularkanoniker im Waldgebiet von Grafen gaden (= das heutige Berchtesgadener Land).

Ausführung der Stiftung durch ihren Sohn Berengar von Sulzbach und dessen Halbbruder Kuno von Horburg.

1102

Erste Niederlassung von Kanonikern aus Rottenbuch am sogenennten Priesterstein. Papst-Privileg von Paschalis 11., wo durch den neu zu gründenden Stift mit all seinen Besitz zungen dem Heiligen Stuhl in Rom übertragen wird.

1134

"Basilica Kunigesse" (Kirche St. Bartholomä) eingeweiht.

1156

Kaiser Friedrich I. Barbarossa nimmt das Stift in den kaiserlichen Schutz, bestätigt ihm in der "Goldenen Bulle" den Besitzstand und verleiht ihm das Forst-, Weide-, Jagd und Fischereiregal.

1194

Kaiser Heinrich Vl. legalisiert eine gefälschte Urkunde, die dem Stift das Recht auf Bergbau ("Salz- und Bergregal") für ewige Zeiten gewährt.